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DIE ORIONIDEN

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EINFÜHRUNG

Zweimal im Jahr, Anfang Mai und Ende Oktober, nähert sich die Erde der Bahn des bekanntesten aller Kometen, 1P/Halley. Die Entfernung beträgt 0.07 bzw. 0.15 AE, war aber in der Vergangenheit (frühes Mittelalter) geringer. Es ist vor allem Staub, den der Komet damals bei seinen Perihelpassagen hinterlassen hat, welcher heute die Meteorschauer der Eta Aquariden (Mai) und der Orioniden (Oktober) hervorbringt. Der Radiant des letztgenannten Meteorstroms liegt im Sternbild Orion, von dem sich seine Bezeichnung ableitet.
Die Orioniden sind im Zeitraum 2. Oktober bis 7. November aktiv; das ungewöhnlich breite Maximum mit einer ZHR zwischen 20 und 40 tritt um den 21. Oktober ein, wobei in manchen Jahren für mehrere Nächte fast gleich hohe Fallraten registriert werden, in anderen aber von Nacht zu Nacht stark schwankende. Da der Radiant erst am späten Abend aufgeht, liegt die beste Beobachtungszeit kurz vor Beginn der Morgendämmerung. Trotzdem werden auch dann in unseren Breiten nur etwa halb soviel Meteore sichtbar wie zum gleichen Zeitpunkt auf der Südhalbkugel.

Lage des Orioniden-Radianten
Lage des Orioniden-Radianten. Quelle: NASA

Auswertungen deuten darauf, dass der Planet Jupiter die Bahnen der Orioniden-Meteore beeinflusst, sodass deren Raten in einem 12jährigen Rythmus zwischen etwa 20 und 40 fluktuieren. Während 2015 niedrige Raten brachte, sind 2021 wie zuvor 2009 die höheren Zahlen zu erwarten. Neben diesen Schwankungen und dem von Jahr zu Jahr variierenden Charakter des Maximums (s.o.), sind die Orioniden recht zuverlässig. Umso überraschender kam ein deutlicher Ausbruch in den Nächten 16./17. und 17./18.10.1993 (also einige Tage vor dem klassischen Maximum) als die ZHR für mindestens 24 Stunden stark erhöht war und auch hellere Meteore als sonst verzeichnet wurden.

GESCHICHTE DER ORIONIDEN

Chinesische Aufzeichnungen belegen, dass die Orioniden bereits seit dem 3. Jh. bis in die frühe Neuzeit immer wieder beobachtet worden sind, mit z.T. recht hohe Fallraten. Als jährlich auftretender Meteorstrom erkannt wurden sie aber erst durch Edward Claudius Herrick in den Jahren 1839 und 1840. Alexander Stewart Herschel konnte an Hand präziser Beobachtungen 1864/1865 den Radianten festlegen. Danach nahm das Interesse an den Orioniden rapide zu, und bald schon zählten sie zu den am besten bekannten Meteorschauern.

DIE ORIONIDEN 2017

2017 ist ein günstiges Jahr für die Beobachtung der Orioniden, weil um das Maximum (21.10.2017) nur 2 Tage nach Neumond auftritt. Zudem ist im Rahmen des 12jährigen Aktivitätszyklus der Orioniden nach den schwachen Jahren 2014 - 2016 nun wieder eine leicht höhere ZHR von etwas über 20 zu erwarten.

IMO: Orionids 2014 - visual data quicklook (2012, 2011, 2010, 2009, 2008, 2007)

Astrocorner: Orioniden - Sternschnuppenschauer im Oktober

IMO: Orionids 2015

Gary W. Kronk: Orionids

NAMN Notes: ORI - Halley's Comet Dust Returns Again...

NASA Science: The Orionid Meteor Shower

NASA Science: Weekend Meteor Shower

NASA Science: The 2009 Orionid Meteor Shower

NASA Science: Magical Morning

Chris L. Peterson: 2012 Orionid Shower (2011, 2010, 2009, 2008, 2007, 2006, 2005, 2004)

Space.com: Remains of Halley's Comet to Rain Down Sunday Morning

Space.com: Orionid Meteor Shower to Peak Oct. 20-24, 2006

Spaceweather.com: 2009 Orionid Meteor Gallery (2008, 2006)

Spaceweather.com: Orionid Meteor Shower

Wikipedia: Orioniden (Englische Version)

Wikipedia: Halleyscher Komet

Christine Kronberg: Orion